Jazzfest Gronau - Historie

Die Idee zum Festival entstand 1988 bei den vier Gronauern Theo Eimann (Musiker und ehemaliger Kaufmann), Manfred Haupt (Kaufmann), Elmar Hoff (Kultur-, Schul- und Sportamtsleiter) sowie Otto Lohle (Stadtjugendpfleger); es wurde von ihnen im April 1989 erstmals durchgeführt. Lokale Unternehmer bereiteten den finanziellen Background für ein Programm, das zunächst weitgehend traditionellen Jazz und Swing beinhaltete.

Spielorte für die ersten drei Ausgaben des Jazzfestes Gronau waren die provisorisch hergerichteten Arbeitssäle des ehemaligen Textilunternehmens van Delden und die Gronauer Innenstadt mit ihren Kneipen und Plätzen. 1992 entschied man sich für die Aufgabe der bisherigen „Jazzfabrik“ zu Gunsten einer Zeltlösung, die bis zum Jahre 2002 als Festivalstandort diente. Seit 2003 findet das Gros der Großkonzerte in der neu erstellen Bürgerhalle statt. Die Einbindung der lokalen Kneipen- und Clubszene ist nach wie vor Bestandteil des Programms.

Die vier Festivalmacher firmieren zunächst als „Arbeitskreis Jazzfest“, später als Gesellschaft bürgerlichen Rechts, ehe das Jazzfest Gronau im Jahre 2004 formal in die neu gegründete Kulturbüro Gronau GmbH übergeht. Das programmatische Spektrum hat seit der Gründung eine ungemeine große Ausweitung erfahren und präsentiert bis in die aktuelle Zeit hinein zahlreiche stilistische Spielarten des Jazz.

Das Jazzfest Gronau wird auch aktuell zu einem Großteil von lokalen und regionalen Sponsoren finanziert und erfreut sich eines stetig wachsenden Publikums. Die jährliche Besucherzahl pendelt zwischen 12.000 und 18.000 Besuchern einschließlich der Open-Air-Veranstaltungen. Der Anteil der auswärtigen Besucher liegt inzwischen bei etwa 65 %.

Als Alleinstellungsmerkmal und charakteristisch für das Jazzfest Gronau darf die farbenfrohe und künstlerisch wertvolle Gestaltung der jeweiligen Festivalposter gelten, für die von Beginn an Andrè Liebscher verantwortlich zeichnete.

Im Jahr 2013 feierte das Jazzfest Gronau mit zahlreichen prominenten Künstlern sein 25-jähriges Jubiläum.